Eltern-Kind-Brücke e.V.

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Biografiearbeit und Selbstreflexion

Biografiearbeit und Selbstreflexion gehören zusammen: Biografiearbeit unterstützt Kinder mit Adoptionserfahrung beim Verstehen ihrer Geschichte, Selbstreflexion hilft Eltern, eigene Gefühle und Erwartungen achtsam zu sortieren. So entsteht eine verlässliche, wertschätzende Gesprächsbasis, auf der ein ressourcenorientierter und altersangemessener Prozess wachsen kann.

Warum wichtig?

Biografiearbeit mit Kindern mit Adoptionserfahrung stärkt früh das Gefühl von Normalität, fördert Selbstvertrauen und unterstützt eine ungestörte Identitätsentwicklung. Sie gelingt besonders dann, wenn Eltern sich sorgfältig vorbereiten und bewusst die Perspektive ihres Kindes einnehmen.

Perspektivwechsel auf Herkunftsländer

Dazu gehört, die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Herkunftskontexten zu kennen. Je nach Land oder Region sind soziale Absicherungen und Aufenthaltsrechte unterschiedlich ausgestaltet; Lebensumstände können von Migration und prekären Verhältnissen geprägt sein. Entscheidungen rund um Geburt, Betreuung und Adoption entstehen häufig unter komplexen Bedingungen. Wenn Herkunftseltern eine Adoption in Betracht ziehen, geschieht dies nicht selten aus Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, dem Kind eine verlässliche Versorgung zu ermöglichen.

Frühe, kindgerechte Begleitung

Kinder bemerken meist bereits mit drei bis vier Jahren, dass Adoption kein allgemein üblicher Lebensweg ist; sie werden nach ihrer Herkunft gefragt und wissen in der Regel, dass Babys im Bauch heranwachsen. Hilfreich ist eine proaktive, altersangemessene Begleitung: Ein Lebensbuch—gekauft oder selbst gestaltet—kann gemeinsam begonnen und regelmäßig ergänzt werden. Zwischen drei und sechs Jahren sollte das Kind seine frühe, noch nicht sprachlich erinnerbare Lebensphase in groben Zügen einordnen können, um gelassen und ohne Scham auf Fragen zu reagieren. Viele Kinder erleben es dabei als stärkend, zwei Familiengeschichten und möglicherweise zwei kulturelle Bezüge in sich zu tragen.

Haltung der Eltern

Entscheidend sind Empathie, Ruhe und verlässliche Ansprechbarkeit. Im Lebensbuch können die bekannten Informationen zur Herkunftsfamilie festgehalten werden, einschließlich vorhandener Fotos. Dokumentiert werden können auch der Entscheidungsweg der Herkunftseltern (z. B. Dauer und mögliche Fristen) sowie die Beweggründe—oft ein Verzicht zugunsten des Kindes. Ebenso gehören die eigene Wartezeit, die Reise ins Herkunftsland und die damit verbundenen Gefühle dazu. Transparenz über organisatorische Aufwände und Ausgaben (Reisen, Beratung, Übersetzungen, Legalisierungen) ist sinnvoll—verbunden mit der klaren Botschaft: Kinder werden nicht gekauft.

Belastungen & Bewältigung

Gerade bei internationalen Adoptionen können Verfahren, Sprachen und Begegnungen herausfordernd sein. Manche Eltern erleben diese Phase als belastend. Unterstützend wirkt es, wenn das Herkunftsland vertraut ist und Besuche möglich sind. Rückbesuche an Herkunftsorte oder frühere Bezugspersonen können Kindern helfen, ihre Geschichte stimmig zu verknüpfen. Zentral bleibt eine wertschätzende Deutung: Eine Adoptionsfreigabe kann ein Ausdruck von Fürsorge sein, wenn Eltern in ihrer Situation die nötige Stabilität nicht gewährleisten konnten. Diese Haltung unterstützt Kinder darin, ihre Biografie mit Respekt, Sicherheit und Stolz anzunehmen.

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Unsere Jugendgesprächskreise finden am 15.11.2025 und 22.11.2025 statt, die Biografiearbeit am 29.11.2025. Die Einladungen sind bereits per Mail verschickt. Wer Interesse hat, kann sich gerne noch melden!

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